Hitzepatina auf dem Edelstahl der bierbomb® – die Spur vieler Abende, kein Verschleiß

Vom Bierfass zur Feuerstelle – die Geschichte hinter der bierbomb®

Die meisten Produktnamen sind Einfälle einer Marketingabteilung.

Bei der bierbomb® ist der Name eine Bauanleitung. Unter jeder steckt ein originales Gastro-Bierfass aus Edelstahl – kein Nachbau, kein fassförmig gepresstes Blech. Das Fass selbst.

Das klingt nach einer netten Geschichte. Tatsächlich ist es vor allem eine gute technische Entscheidung, und dafür gibt es vier Gründe.

Warum ein Bierfass ein guter Brennkörper ist

  • Das Material stimmt schon. Bierfässer bestehen aus V2A-Edelstahl – weder lackiert noch beschichtet, weil in ihnen ein Lebensmittel lagert. Genau das braucht eine Feuerstelle auch: Es kann nichts abblättern, was nicht drauf ist, und rosten kann es ebenfalls nicht.
  • Die Form stimmt. Ein Zylinder ist die Grundform jedes Ofens. Luft strömt unten ein, heiße Gase steigen mittig auf – ohne Ecken, in denen sich nichts staut.
  • Es hält etwas aus. Ein Fass ist dafür gebaut, Innendruck zu ertragen und im Gastroalltag über Höfe gerollt und von Ladeflächen geworfen zu werden. Eine dünne Feuerschale aus Baumarktstahl ist das nicht.
  • Die Maße sind genormt. Jedes Fass gleicht dem nächsten. Was einmal passt, passt immer – das gilt für den Schornstein genauso wie für späteres Zubehör.

Was verändert werden musste

Ein Fass allein ist noch keine Feuerstelle. Vier Eingriffe machen daraus eine:

Luftlöcher. Ohne Zuluft von unten brennt nichts richtig. Die großen Öffnungen im unteren Bereich lassen die Luft genau dorthin strömen, wo die Glut sie braucht – und sie sind es auch, durch die man das Fass abends rot glühen sieht.

Die obere Öffnung. Beim Original sitzt dort die Zapfarmatur. Sie entfällt, die Öffnung wird dabei nur minimal vergrößert – gerade so weit, dass Holz hineinpasst und der Schornstein aufsitzt.

Der Schornstein. Zwei aufgesteckte Edelstahlrohre. Erst sie erzeugen den Zug, der die Verbrennung heiß und den Rauch nach oben zieht. Länge und Durchmesser waren dabei kein Zufallstreffer: Beides wurde mehrfach geändert, bis das Brenn- und Wärmeergebnis gleichblieb.

Der Standfuß. Ebenfalls Edelstahl, werkzeugfrei steckbar. Er hält das Ganze aufrecht und bringt die Säule auf ihre 1,59 Meter.

Woher sie kommt

Entwickelt wurde die bierbomb® in Thüringen. Zwei Tüftler standen vor demselben Ärger wie viele: Feuerschale oder Terrassenstrahler, Rauch oder Gasflasche – und keine der beiden Lösungen überzeugte. Aus der Frage, was passiert, wenn man ein Edelstahlfass mit Löchern versieht und einen Schornstein aufsetzt, wurde über viele Zwischenschritte das Produkt.

Ich habe sie nicht erfunden. Ich habe sie kennengelernt – und war so überzeugt, dass ich nicht nur ein paar Stück bestellt habe: 2024 habe ich Mokross.shop gegründet, um sie zu vertreiben. 2025 habe ich das Unternehmen dahinter komplett übernommen, mit allen Rechten am Produkt. Gefertigt wird sie weiterhin in Deutschland.

Die ausführliche Fassung dieser Entwicklung – vom ersten Abend im Garten bis zu dem Satz, aus dem der Name entstand – steht auf der Seite Wie die bierbomb® entstand.

Was davon beim Käufer ankommt

Aus einem Industrieprodukt, das gebaut wurde, um jahrelang misshandelt zu werden, entsteht eine Feuerstelle, die genau das weiter kann. V2A-Edelstahl rostet nicht durch, es blättert nichts ab, und sie darf das ganze Jahr draußen stehen.

Ab etwa 300 °C verfärbt sich der Stahl. Das ist kein Mangel, es lässt sich nicht verhindern, und es ist das Einzige an ihr, was sich mit der Zeit ändert.

Neu sieht jede gleich aus. Nach drei Jahren sieht man ihr an, wie viele Abende schon darin gebrannt haben. Zur bierbomb®

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